Maria Montessori (1870-1952)                                                                                                            Zurück




 "Führe Euer Kind immer nur eine Stufe nach oben.

Dann gebt ihm Zeit zurückzuschauen und sich zu freuen.

Lasst es spüren, dass auch Ihr Euch freut,

und es wird mit Freude die nächste Stufe nehmen."

Maria Montessori

 

 

 

Die Montessori-Pädagogik ist nach ihrer Begründerin, der italienischen Ärztin Maria Montessori (1870-1952) benannt. Während ihres Studiums spezialisierte sie sich auf Kinderheilkunde und beschäftigte sich als promovierte Ärztin zunächst mit geistig behinderten Kindern. Dabei lernte sie die Werke der französischen Ärzte Itard und Seguin kennen. Sie begann die Kinder nach deren Methode zu fördern, indem sie ihre Wahrnehmung und Geschicklichkeit schulte.

Maria Montessori studierte weiterhin Anthropologie, Psychologie und Erziehungsphilosophie. 1904 bekam sie eine Stelle als Professorin an der Universität Rom. Im Jahre 1907 übernahm sie die Leitung des ersten Kinderhauses (casa dei bambini) in einem Arbeiterviertel Roms. Während ihrer Arbeit mit diesen vormals unbeaufsichtigten Kindern entwickelte sie ihre Methode weiter, u. a. gestützt auf ihre Erfahrungen mit behinderten Kindern.

Es entstanden zuerst national, dann international weitere Kinderhäuser. Außerdem bildete sie in vielen Ländern der Welt Pädagogen aus und veröffentlichte zahlreiche Schriften. Zusätzlich erarbeitete sie weiteres Material zum Schreiben- und Lesenlernen, Mathematik, Geometrie etc. Am 6. Mai 1952 starb Maria Montessori in im niederländischen Nordwijk an Zee.

Sie gewann ihre Erkenntnisse über die kindliche Entwicklung und die kindlichen Bedürfnisse durch genaue Beobachtung. Ihre wichtigsten Beobachtungen waren:

  • Erkenntnis der überragenden Bedeutung der Bewegung und der Sinnestätigkeit für die geistige Entwicklung der Kinder (ganzheitliches Lernen).
  • Erkenntnis, dass das Kind Entwicklungsphasen durchläuft, in denen es ihm besonders leicht fällt bestimmte Dinge zu lernen (sensible Phasen).
  • Erkenntnis, dass schon kleine Kinder zu tiefer Konzentration fähig sind (Polarisation der Aufmerksamkeit).
  • Achtung vor dem Kind. Das Kind kann seine angelegten Fähigkeiten nur dann optimal entfalten, wenn es sich bedingungslos angenommen und geliebt fühlt und außerdem eine Umgebung vorfindet, die gemäß seinen Entwicklungsgesetzen gestaltet ist und ihm eine freie Entwicklung innerhalb der nötigen Grenzen ermöglicht.

Maria Montessori gilt heute als eine der bedeutendsten Reformpädagoginnen. Ihre Pädagogik besitzt unverminderte Aktualität und Gültigkeit und verfügt über eine weltweite Verbreitung. Das zeigt die Fülle von Kinderhäusern auf der ganzen Welt.

 

Literaturempfehlungen zum Thema Montessori-Pädagogik

 

Weiterführende Links:                                                        

AMI – Association Montessori Internationale

Deutsche Montessori Gesellschaft

Deutsche Montessori-Vereinigung

Montessori Dachverband Deutschland e.V.