Montessori@MoKiK                                                                                                                              Zurück

 

Die Grundgedanken und Erkenntnisse der Ärztin Maria Montessori sind das Gerüst unserer Arbeit. Das Kind ist der „Baumeister seiner selbst“ d.h. es entwickelt sich nach einem inneren Bauplan. Bestimmte Entwicklungsschritte folgen aufeinander (individuell verschieden in Dauer und Intensität) und der Erzieher ist zurückhaltender Gehilfe auf dem Weg zum eigenständigen, unabhängigen Menschen. Die Montessori-Pädagogik ist eine Antwort auf die Aufforderung des Kindes: Hilf mir, es selbst zu tun!“

In diesem Zusammenhang ist für uns wichtig:
Die Förderung der

  • Persönlichkeitsentwicklung (positives Selbstkonzept, Selbstwertgefühl, Widerstandsfähigkeit)
  • Selbständigkeit
  • Entwicklung von Offenheit, Respekt und Achtung gegenüber Anderen
  • Wertschätzung der Umgebung, insbesondere der Natur und dem Planet Erde als unserem Lebenskosmos
  • Körperbeherrschung (insbesondere Koordination, Beherrschung von Anspannung und Entspannung)
  • differenzierten Wahrnehmung (Schulung aller Sinne)
  • Fähigkeiten und Fertigkeiten, um gemäß seinem inneren Bauplan dies zu entwickeln
  • musikalischen und rhythmischen Fähigkeiten
  • Motivation und Freude am Lernen
  • Lust am Experimentieren, Forschen und Entdecken
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Fähigkeit zur Stille
  • Konfliktfähigkeit (mit Enttäuschungen umgehen lernen und Lösungsmöglichkeiten entwickeln)kreativ_100_0846
  • zum intuitiven Sprachenlernen

Für Maria Montessori war es besonders wichtig, die Einzigartigkeit eines jeden Kindes zu achten. Deshalb gibt es bei uns kein Programm, das alle Kinder durchlaufen. Wir bieten ein auf das jeweilige Alter und die Entwicklung des Kindes abgestimmtes Angebot, aus dem jedes Kind für sich selbst eine Aktivität auswählen kann. Das Kind selbst entscheidet über das Tempo und die Dauer seiner Aktivität. Diese Art des selbst bestimmten Lernens führt zur Konzentration und innerer Ruhe.

 

 

Das zugrunde liegende Prinzip ist auf der freien Wahl der Kinder im Rahmen der angebotenen Materialien begründet:

 

 

Die „Übungen des täglichen Lebens" stammen aus der häuslichen Umwelt des Kindes.

Sie koordinieren Geist und Bewegung, fördern, verfeinern und harmonisieren Bewegungsabläufe,

fördern die Selbständigkeit und entwickeln Verantwortungsbewusstsein für die Umgebung.

 

 "Hilf mir, es selbst zu tun"    

   

 Die „Sinnesmaterialien“ verfügen über einen hohen Aufforderungscharakter, welche die Selbsttätigkeit des

Kindes anregen. Sie lernen planen, vorbereiten, einteilen, überschauen, aufeinander abstimmen, Absprachen

treffen und mit anderen gemeinsam zu arbeiten.

 

"Selbsttätigkeit führt zu Selbstständigkeit"

 

Die „Sprachmaterialien“ setzen sich zusammen aus Materialien zum Spracherwerb

sowie zur Wortschatzerweiterung und zum Erlernen von Lesen und Schreiben.

Sprache nimmt einen hohen Stellenwert im täglichen Umgang miteinander ein.

 

"Sprache ist der Schlüssel zur Welt"       

 

Die „Mathematikmaterialien“ helfen dem Kind zu faszinierenden Entdeckungen und

ermöglichenzugleich eine exakte Einführung in die Mathematik, denn immer dann, wenn es zählt,

vergleicht, ordnet, misst etc. handelt es sich um mathematische Grunderfahrungen.

 

        "Lernen mit Kopf, Herz und Hand"

 

 

Das „Kosmische Material" hat die Aufgabe, dem Kind eine Vorstellung vom Zusammenspiel zwischen Natur und Mensch zu vermitteln und durch kleine Beispiele das Universum darzustellen.

Sie vermitteln ein Grundwissen, eine Vorstellung des ganzen Universums.

 

"Am Anfang wollen wir ihm die ganze Welt geben"   

 

Natürlich gibt es bei uns auch : 

„Musikalische Erziehung“

„Bewegungsangebote“ 

"kreatives Gestalten" und vieles mehr… 

 

Spielen und Lernen stellen bei uns zwei nicht voneinander zu trennende Begriffe dar. In unserem Kinderhaus wird mit den verschiedenen Angeboten ein vielfältiges Anregungsmilieu geboten, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entwickeln. Die Kinder werden dabei durch unsere Pädagogen in die verschiedenen Tätigkeiten sorgfältig eingeführt und haben viele Möglichkeiten, selbständig und konzentriert zu handeln. Dem Erwachsenen kommen in der Rolle des Vorbilds größte Bedeutung zu:

Er ist ein „Entwicklungshelfer“ und „Unterstützer“ der Kinder. Der Pädagoge beobachtet die Kinder, greift Interessenschwerpunkte und  Signale der Kinder auf. Diese nimmt er individuell zum  Anlass von Materialeinführungen, so dass die Kinder dann weitgehend selbsttätig damit umgehen können.

 In der Kindergemeinschaft gibt es auch viele Regeln zu lernen: Regeln, die den Alltag überschaubar und harmonisch machen, Regeln des Umgangs untereinander, der Rücksichtnahme, der Ordnung, der gemeinsamen Bewältigung von Alltagsarbeiten und -pflichten.

Wir unterscheiden hier:

   die Sorge um die eigene Person (sich alleine an- und ausziehen, die Nase putzen, sich die Hände

   waschen, Zähne putzen u. ä..)

   die Sorge um die Umgebung (Dienste übernehmen, z.B. Tisch decken, Blumen gießen usw.) 

   und die Pflege der sozialen Beziehungen (leise und höflich sein, helfen, vermitteln, anleiten, etwas    

                                                               holen oder bringen).

 

Wichtig ist auch zu erwähnen, dass die Kinder nicht zur „bewegungsarmen“ Konzentration an Tisch und Stuhl angehalten werden. Der Umgang mit dem Material ist so angelegt, dass die Kinder sowohl an Tischen, als auch auf dem Boden auf einem Teppich arbeiten können. Dies entspricht ihren natürlichen Bewegungsabläufen und Bedürfnissen.